„WIR rocken“ - TOUR, 01.03.2010
 
Blumentopf sind eine feste Größe der hiesigen Musiklandschaft, weit über veraltete Genregrenzen hinaus.
Nicht nur wegen unzähliger Headliner-Shows auf renommierten Festivals, ausverkauften Clubkonzerten und Tourneen, fünf Longplayern, von denen sich die letzten beiden in den Top Ten der deutschen Album-Charts platzieren konnten, und ihren zur Prime Time auf der ARD ausgestrahlten „Raportagen".
Und dieses Jahr geht der Topf wieder auf Sendung!
Aber 2010 haben sie noch mehr zu bieten als "nur" die nächste Runde ihrer beliebten gerappten Spielberichte zu den WM -Begegnungen der Deutschen Nationalmannschaft.

Anfang Juni kommt mit "WIR" auch endlich ihr lang erwarteter sechster Longplayer in die Läden. Und schon vor Release bringt die Crew aus dem Süden ihren neuen Sound dahin wo es zählt: auf die Bühne! Dahin zurück wo er geboren wurde. In nach Schweiß stinkende, zum Bersten gefüllte Clubs, dahin wo die Hitze am größten und die Luft am stickigsten ist, in die Moshpits auf Rapkonzerten. Zu den jubelnden und rockenden Fans genauso wie zu den neugierigen Konzertbesuchern die "sich das alles nur mal anschauen" wollten und sich dann plötzlich mit erhobenen Armen und klatschnassen Shirts in der ersten Reihe wiederfinden.
"WIR" ist kompromisslos, rough und kantig. Frei von Allüren und aufgesetzten Images, direkt aus dem Bauch, locker und unverkrampft. Rapmusik mit Punkattitüde. "WIR" ist das ungewaschene und durchgeschwitze Tour -T-Shirt inmitten der frisch gebügelten Designerhemdchen, der Abdruck von verdreckten Straßenschuhen auf dem weißen Angorateppich, der betrunkene Störenfried der mitsingt wenn die Feuerzeuge angehen.

"WIR" will live gespielt werden! Und der Topf steht schon in den Startlöchern. Also heisst es Karten sichern und sich bereit machen für eine Blumentopf-Party. Denn das Motto der Tour ist eine Einladung der Fünf Münchner, ein Versprechen an uns alle:
"Egal ob mit Baggypant und Baseballkappe oder mit Röhrenjeans und Lederjacke - kommt vorbei und WIR rocken!"
 
 
DER TOPF 2009, 21.05.2009
 
Die letzte Saison war turbulent für die Jungs vom Topf. Eine weitere Halbzeit ARD Raportagen, erfolgreiche Soloprojekte und jede Menge Reisen mit dem Goethe Institut haben die einzelnen Band Mitglieder nicht nur ins Finale der Fußball EM und in eine Menge neuer Playlisten, sondern unter anderem nach Bolivien, Marokko und durch halb Afrika gebracht.

In der Spielzeit ´09 konzentrieren sich die fünf Münchner wieder auf das Wesentliche: den Topf Sound, ihr nächstes Album. Fernab aller gängigen und nervtötenden Klischees, locker und unverkrampft, urban und druckvoll, mit einem Lächeln direkt in die Fresse, so kommt der Rap vom Topf. Damit das Runde wie geplant im Frühjahr 2010 im Eckigen ist und in den Läden steht, heißt es für die Töpfe jetzt produzieren, schreiben und aufnehmen für die neue Scheibe.

Trotzdem lassen es sich die Fünf nicht nehmen im Sommer wieder zusammen mit ihren Live Musikern auf ihrem Lieblingsplatz - der Konzertbühne - aufzulaufen, um die Auswärtsspiele im deutschsprachigen Raum in gewohnter Blumentopf Manier in Heimspiele zu verwandeln. Die Heimatstadt verlassen, eine fremde rocken, und so den paar wenigen, die es nicht eh schon wissen, beweisen, dass sie zu Recht als eine der besten Livebands dieses Landes gelten. Das ist das "daily bussines" der Crew aus dem Süden!

Der Topf 2009: Das sechste Album in der Mache, ein neu überarbeitetes und arrangiertes Liveprogramm auf der Setlist und den Kopf voller Reime und Punchlines für die nächste Freestyle Session.

So muss es sein
 
 
Blumentopf 2008: 4 Solos und ein Hologrammfernseher, 25.04.2008
 
2008 könnte alles so einfach sein für den Topf.
Man könnte sich bequem in die Lorbeeren fläzen, die einem fünf Longplayer, zwei TopTen Alben und Chartplatzierungen im gesamten deutschsprachigen Raum beschert haben. Man könnte sich gegenseitig die Schulterblätter auf Hüfthöhe `runterkloppen, angesichts awardgeadelter und ausverkaufter internationaler Tourneen und Zusatztourneen. Man könnte auch ausgiebig darüber sinnieren, ob man mit der gigantischen Fanbase Dittsche zum Kanzler wählen oder gleich eine neue Nation gründen sollte, oder man könnte einfach nur 365 Tage lang grinsen, weil man sich bei der WM06 mit den RAPortagen des Mannes wahrscheinlich größten Traum erfüllen konnte: es mit dem eigenen Team bis zur Fußball-Weltmeisterschaft zu schaffen.
Ja, so könnte man 2008 gediegen `rum bringen.

Nur weiß man beim Topf, dass Stillstand Rückschritt bedeutet, und das mag zwar für das ungeübte Auge eine Weile lang nach Moonwalk aussehen, weiter bringt es einen aber nicht. Und deshalb machen es sich Sepalot, Roger, Cajus, Schu und Holunder 2008 alles andere als einfach und haben für dieses Jahr neben dem ganz normalen Festivalwahnsinn und einer zweiten Halbzeit EM RAPortagen mal eben vier Soloalben auf die Agenda gesetzt. „Eines zu wenig!“, wird der aufmerksame Topffan jetzt bemerken. Stimmt, aber der Hologrammfernseher erfindet sich auch nicht von alleine.

Wenn die Mitglieder einer SureShot-Combo wie dem Topf beschließen, erstmal auf ihre Kongenialität zu verzichten, um auf eigene Faust zu musizieren, dann lässt das entweder auf gruppeninterne Unstimmigkeiten, oder aber auf eine gesunde Portion musikalische Abenteuerlust schließen. Wer sich den Lacher abholen möchte, der kann den fünf Münchnern gerne ersteres unterstellen, alle anderen dürfen sich auf vier ambitionierte Soloalben freuen, die unsere Sicht auf die einzelnen Protagonisten um eine neue Dimension erweitern (wie der Blick in einen Hologrammfernseher), ohne dabei jemals den Topf aus den Augen zu verlieren.

Den Anfang macht Topf Produzent und DJ Sepalot, der am 6.Juni sein Produzentenalbum Red Handed (Compost / Groove Attack) weltweit veröffentlicht, für das er namhafte Künstler von New York bis Neuseeland auf hiphopbasierte, jedoch höchst elektroaffine Instrumentals vors Mikrofon gebeten hat (u.a. Saigon, Blu, Frank N Dank oder Berlins Miss Platnum). „Europäisch“ nennt Sepalot diesen Sound, der zwar in keine bestehende Schublade passt, allerdings so druckvoll und knackig daherkommt, dass man ihm ohne weiteres zutraut, sich seine eigene zu zimmern. In den Staaten ist man in Rapperkreisen bereits hellhörig geworden und setzt Beat-Bestelllisten auf, in Europa feiert vor allem die Clubgemeinde die genreübergreifende Vorab-Single „She likes me“ (feat. Ex J.Dilla Schützling Frank von Frank N Dank), die vom elektronischen Opinionleader und BBC „worldwide“ Macher Gilles Peterson bereits ihren Ritterschlag erhalten hat.

Am 27. Juni zieht dann zunächst Kollege Roger nach, um uns zu demonstrieren, was, nicht aber dass Alles Roger ist. Der Topf MC kennt keine musikalischen Berührungsängste. Auf seinem Album treffen Gitarren auf Synthies und 1210er auf E-drums und Beatbox-Loops um zusammen ein Fest zu feiern. Auch textlich wird hier keine Standardkost geboten. "Mir war es wichtig den Augenblick einzufangen und es einfach fliessen zu lassen", so Roger über den Vibe seiner kantigen Singer/Songwriter Platte voller Herz und Energie, die nicht nur HipHop Fans begeistern wird. Das Fundament für die technisch versierten Raps stammt fast ausschließllich von Roger selbst, der auch schon bei den letzten TOPF-Releases seine Liebe und sein Talent für das Beatsproduzieren entdeckt hat. Als Feature hat Roger Nico Suave mit ins Boot geholt, um das Geschäftliche kümmern sich die langjährigen Topf Wegbegleiter von FourMusic, und bei der Liveumsetzung dürfen wir uns auf die Band freuen, die auch mit dem ganzen Blumentopf seit 2 Jahren die Parties rockt.

Am 5. September landet Cajus sein Soloshuttle auf dieser Erde. Genau genommen kracht er mit seinem Planet Cajun mitten rein, auf dass es einen futuristischen Schepperer tue, der Rapdeutschland in eine brodelnde Endzeitdisco verwandelt. Technoider Elektrofunk, intensive Synthieflächen und treibende Raps verschmelzen zu einem innovativen Sound, wie ihn ab sofort Cyborgs zum Workout hören. Planet Cajun ist die Schnittmenge zwischen Rick James und Captain Future, und der erfolgreiche Versuch, dem Binärcode Soul einzuhauchen. So hat Cajus mit seinem Solo eine elektrisierende, urbane, aber auch positive Rapplatte geschaffen, die mit Lichtgeschwindigkeit durch musikalische Schallmauern bricht, und sich neben der ungewöhnliche Klangästhetik auch textlich Lichtjahre von derzeitigen Rapproduktionen entfernt bewegt. Das Gros der Cajunschen Uptempo-Produktionen wurde Cajus von Produzentengeheimtipp Bubu Stylez auf den Leib geschneidert, der das "geheim" nach diesem Release wohl streichen dürfen wird, gefeatured werden 4zu1 Rapper Herr Minute sowie Münchens Orange Son. Cajus Solo Labelheimat ist Flow`n Flava aus München, den Vertrieb des ebenso persönlichen wie innovativen Debüts wird Intergroove übernehmen.

Das vierte Solorelease aus dem Hause Blumentopf kommt von Schu und ist eigentlich gar keines, wird Schu doch an der Seite seiner - unter anderem auch - musikalischen Partnerin Janna veröffentlichen. Und was die beiden da gerade auf einer Farm irgendwo in Amerika fernab von Zivilisation und anderen störenden Einflüssen wie Internet, Telefon und (Hologramm-) Fernseher zu Papier bringen und in Noten fassen, wagen nicht einmal die Bandkollegen zu prognostizieren. Gerüchten zu Folge sind viele Songs bereits geschrieben und warten nur darauf in München aufgenommen zu werden.

Fehlt noch Holunder: Der ist derzeit schwer mit Promotion beschäftigt, und zwar mit seiner eigenen. So sitzt der Rapper mit Physikdiplom gerade an seiner Doktorarbeit, wird aber von seinen Bandkollegen schwerstens verdächtigt, in Wirklichkeit in einem geheimen Labor am ersten Hologrammfernseher zu arbeiten, der die MarioKart Zocksession auf Tour aufs nächste Level und nebenbei den Nobelpreis einbringen soll.

Wer angesichts solch ausgeprägter Soloambitionen der Töpfe nun um den Fortbestand seiner Lieblingsband bangt, der sei beruhigt: Das nächste Topfalbum ist für Herbst 2009 geplant, und wir freuen uns schon darauf zu hören, wie dieses All Star Team aus fünf Solokünstlern seinen Bandsound auf ein neues Level hebt.
 
 
Diskografie, 24.04.2008
 
ALBEN:

Blumentopf „Musikmaschine“
VÖ: Four Music, 08.09.2006

Blumentopf „Gern geschehen“
VÖ: Four Music,15.09.2003

Blumentopf „Eins A“
VÖ: Four Music, 01.10.2001

Blumentopf „Grosses Kino“
VÖ: Four Music, 02.08.1999

Blumentopf „Kein Zufall“
VÖ: Four Music, 01.09.1997


SINGLES:

Blumentopf „Abhängen“ EP
VÖ: MUC MUSIC, April 1996

Blumentopf „Man kann nicht alles haben“
VÖ: Four Music, 09.09.1997

Blumentopf „6 Meter 90“
VÖ: Four Music, 16.06.1998

Blumentopf “Fensterplatz”
VÖ: Four Music, 28.06.1999

Blumentopf „Was der Handel“
VÖ: Four Music, 08.11.1999

Blumentopf „Popcorn“, limitierte Auflage
VÖ: Four Music, August 2000

Blumentopf „Safari“
VÖ: Four Music, 22.05.2000

Blumentopf „Liebe & Hass“
VÖ: Four Music, 06.08.2001

Blumentopf „R`n`B“, EP
VÖ: Four Music,19.11.2001

Blumentopf “Flirtaholics”, limitierte Auflage
VÖ: Four Music, 11.03.2002

Kaleidoskop “Kaleidoskop”, EP
VÖ: Four Music, 2002

Style Liga Single "Saftig"
Eimsbush, 2003

Blumentopf “Better Life GmbH”
VÖ: Four Music, 25.08.2003

Blumentopf „Macht Platz“
VÖ: Four Music, 23.02.2004

Blumentopf „Horst“
VÖ: Four Music, 11.08.2006

Blumentopf „Die City schläft“
VÖ: Four Music, 16.02.2007


FEATURES:

Main Concept, „MünchMob“ EP, Songs „Münch Mob“ & „Auf Sumatra geht Asche nieder“
VÖ: Move, 1995

Fettes Brot, Album “Außen Tophits Innen Geschmack“, Song “Wildwechsel”
VÖ: Intercord/Alternation,13.10.1996

Texta, Album „Gediegen“, Song „Schlaflied“
VÖ: Geco, Dezember 1997

Total Chaos, Album „ WerWasWannWieWo“, Song “Alpenpanorama”
VÖ: Move, Oktober 1998

Total Chaos, EP “Die 2”
VÖ: Deck8, 1999

Labelsampler „Four Elements“, Song „2:2“
VÖ: Four Music,1999

Texta, Album „Gegenüber“, Song: „Eiszeit“
VÖ: Plattenmeister, 25.10.1999

Main Concept, Album “Plan 58”, Song “Session Drei”
VÖ: Deck8, 2000

Brotlose Kunst, Album „Sklaven der Zeit“, Song: „Süsslicher Weihrauch“
VÖ: Indigo/Plattenmeister, 06.11.2000

Album „The Mystery of Beatbox“, Song „Nix für ungut“
VÖ: Viel Entertainment, 2001

Total Chaos, Maxi “Das Mic”, Song “Offener Brief” Remix
VÖ: Intonation, 2001

Droopy the Hitmachine, Album „Kot uff de Street“, Song „3 mal täglich“
VÖ: Deck8, 2001

Discotiere, EP „Funküberfall“, Song: „doobidoo“
VÖ: Sprechgefunk Records, 2001

Raptile Single “Rest ya head on my chest”, Song “Cryptotech Allstars”
VÖ: Subword (Sony BMG), 2001

Nico Suave & DJ Sparc, Album „Suave“, Song „Briefträgerstyles“
VÖ: Octopussy, 2001

Labelsampler “Four Elements Vol. II”, Song “Viel Spaß”
VÖ: Four Music, 04.03.2002

Sampler “Rapde Allstars”, Song “Die unendliche Geschichte”
VÖ: Rapde,13.05.2002

Ill Will Album “LP nicht vollständig”, Song “Liebe&Hass Teil II”
VÖ: Yo Mama (rough trade), 22.07.2002

Total Chaos, Album „Worte & Beats“ Song: „Atempause“
VÖ: Intonation, 05/2002

Roey Marquis Album “Herzessenz”, Song ”Niemand”
VÖ: Proof (Sony BMG), Mai 2003

Clueso Album „Gute Musik“, Song „Egal wo“
VÖ: Four Music, 21.06.2004

Texta Single „Alt“
VÖ: Tonträger, 27.09.2004

Free`z Album “Doppel Sechs kommt raus“, Song „Keine Zeit“
VÖ: Al Dente Recordz, 22.11.2004

Toni L Single “weißt du wer?“
VÖ: 360 Grad Records, 2005

Main Concept, Album „Equilibrium“, Song „Adam&Ivo”
VÖ: Buback, Juli 2005

Nico Suave, Album „Mit Liebe gemacht“, Song „ich wär so gern“
VÖ: No Limits, 2005

4zu1, Album „Abenteuer hoch3“, Song „Wer spielt mit uns?“
VÖ: 58 Beats, 28.4.2006

Ashekman, Album “Nasher Gnassil”, Song “ahlane wa sahlane”
VÖ: Toj Kil Shi Productions, 2006

Nico Suave, Album "Suave and Friends“, Song „Kool“
VÖ: Bock auf`n Beat,13.04.2007

Minit, Album „Alles wird anders“, Song „Niemandsland“
VÖ: 58 Beats, 27.04.2007

Sektion Kuchikäschtli, Album “Affatanz”, Song: “Passendi Wort”
VÖ: Nation Music, 2007

Creme Fresh, Album „Hast Du Feuer ?!“, Song: „Zukunft des Rap“
VÖ: 58Beats, 2007

Labelsampler „Haben wir nicht nötig“, Song „Schreib`s einfach auf“
VÖ: 58 Beats, 05.10.2007

Hannes Philharmonisc Beckmann, Livealbum “Canto Migrando”, Song “Migration hymn”
VÖ: Jaro, 07.12.2007